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Ein Projekt mit KI-Agenten umsetzen: Von der Idee zum prüfbaren Ergebnis

Führe ein internes KI-Projekt mit klarem Briefing, geeigneten Quellen und konkreten Prüfpunkten bis zur nutzbaren Datei. Mit vollständig ausgearbeitetem Beispiel.

Ein internes Projekt ist erst dann nützlich, wenn dein Team mit dem Ergebnis arbeiten kann. Eine Anleitung, die niemand findet, eine Auswertung ohne erkennbare Grundlage oder eine Datei im falschen Format lösen das ursprüngliche Problem nur teilweise. Wenn du ein Vorhaben an KI-Agenten übergibst, sollte deshalb schon der Auftrag beschreiben, was am Ende im Arbeitsalltag anders sein soll. Damit schützt du die Zeit der Beteiligten und erhöhst die Chance, dass aus der Umsetzung tatsächlich eine betriebliche Verbesserung wird.

Der entscheidende Schritt ist der Zuschnitt. Statt „Ordne unser Wissen“ beauftragst du beispielsweise eine verständliche Anleitung für einen bestimmten Ablauf, gestützt auf freigegebene Unterlagen und geprüft von der zuständigen Person. Dieser Artikel entwickelt ein solches Vorhaben von der Idee bis zur Übernahme. Das Beispiel ist vollständig erfunden und als Arbeitsvorlage gedacht. Es verspricht weder einen bestimmten Zeitgewinn noch, dass jede gewünschte Umsetzung ohne Vorbereitung in deiner Umgebung möglich ist.

Beginne mit einer Handlung, die jemand besser ausführen soll

Frage zuerst, wer das Ergebnis verwenden wird und welche konkrete Arbeit es erleichtern soll. „Wir brauchen ein Handbuch“ beschreibt ein Dokument. „Neue Mitarbeitende sollen eine eingehende Serviceanfrage vollständig an die Disposition übergeben können“ beschreibt den Nutzen. Daraus lassen sich Inhalt, notwendige Quellen und Prüfung ableiten. Ein schöner Überblick über den gesamten Betrieb wäre für dieses Ziel zu breit, wenn die entscheidende Übergabe weiterhin unklar bleibt.

Im Beispiel betreibt ein Unternehmen einen kleinen technischen Service. Neue Mitarbeitende wissen nach der Einarbeitung teilweise nicht, welche Angaben bei einer Terminänderung benötigt werden und an wen offene Fragen gehen. Das interne Projekt soll einen kurzen Leitfaden für genau diesen Vorgang liefern. Es geht um die Bearbeitung im Büro, nicht um eine neue Terminsoftware oder um die Neugestaltung aller Serviceprozesse. Die fachlich verantwortliche Person aus der Disposition prüft das Ergebnis.

Formuliere anschließend eine beobachtbare Erfolgsaussage. Eine neue Kollegin soll anhand eines erfundenen Falls den zuständigen Ansprechpartner finden, die erforderlichen Angaben erkennen und eine vollständige Übergabe vorbereiten können. Ob ihr das gelingt, prüft ihr später am tatsächlichen Dokument. Du musst dafür keine pauschale Produktivitätssteigerung annehmen. Schon die Frage, ob der Leitfaden ohne zusätzliche mündliche Erklärung verwendbar ist, liefert einen konkreten Maßstab für die Qualität.

Sieh dir workspace für die Umsetzung eines solchen Vorhabens an und frage den Zugang für dein Projekt an.

Schneide das Vorhaben in Ergebnisse mit einer klaren Grenze

Ein sinnvoller Zuschnitt benennt, was geliefert werden soll, ohne jeden Arbeitsschritt vorzuschreiben. Im Beispiel sind das ein bearbeitbarer Leitfaden, eine lesbare Ausgabefassung und eine kurze Übersicht der offenen fachlichen Entscheidungen. Der Leitfaden beschreibt den Normalfall und zwei typische Abweichungen. Die Ausgabefassung muss sich in der vorgesehenen Arbeitsumgebung öffnen und lesen lassen. Die Übersicht verhindert, dass ungeklärte Regeln stillschweigend als endgültige Anweisung im Text landen.

Lege außerdem fest, was außerhalb des Auftrags liegt. Der Agent verändert keine bestehenden Termine, verschickt keine Kundennachrichten und erfindet keine Zuständigkeiten. Diese Grenzen ergeben sich aus dem Projekt: Ihr wollt ein internes Arbeitsmittel erstellen. Soll später auch ein System geändert werden, ist das ein eigener, bewusst vereinbarter Umsetzungsschritt. Eine gefundene Unklarheit in einer Quelle erweitert den Auftrag nicht automatisch auf den gesamten Betrieb.

Wähle den Umfang so, dass die erste fachliche Rückmeldung an einem echten Ausschnitt möglich ist. Für den Leitfaden genügt zunächst der vollständige Normalfall einer Terminänderung einschließlich Übergabenotiz. Ein Inhaltsverzeichnis allein zeigt noch nicht, ob die spätere Kollegin handeln kann. Zehn vollständig ausgeschriebene Kapitel wären dagegen zu viel Vorarbeit, wenn sich anschließend herausstellt, dass der Ablauf aus Sicht der Disposition falsch verstanden wurde.

Stelle eine kleine, eindeutige Quellenbasis bereit

Ein Agent kann widersprüchliche Betriebsregeln nicht durch eine flüssige Formulierung auflösen. Stelle daher vor dem Start die benötigten Unterlagen mit erkennbarem Stand zusammen. Im Beispiel gibt es eine aktuelle Prozessbeschreibung, eine freigegebene Übersicht der Zuständigkeiten und zwei anonymisierte Muster für Übergaben. Eine ältere Anleitung wird als überholt gekennzeichnet und nicht gleichberechtigt neben die aktuelle Quelle gelegt. So ist erkennbar, was für die fachlichen Aussagen maßgeblich sein soll.

Prüfe dabei, welche Informationen für den Auftrag tatsächlich notwendig sind. Ein vollständiger Export aller Servicevorgänge ist für eine Anleitung zur Terminänderung nicht automatisch hilfreicher. Ausgewählte, zulässig verwendbare Beispiele können den Ablauf verständlicher zeigen. Persönliche Kundendaten sind für den erfundenen Prüffall nicht erforderlich. Die Frage lautet immer, ob eine Information zur Umsetzung oder Prüfung beiträgt. Ein großer ungeordneter Materialbestand verlagert sonst nur die Auswahlentscheidung in die Ausführung.

Benenne auch die bereitstehende Arbeitsumgebung. Wo darf die bearbeitbare Datei entstehen? Welches Format kann dein Team später selbst pflegen? Wer kann das Ergebnis herunterladen und öffnen? Diese Entscheidungen gehören zur Vorbereitung, weil ein inhaltlich guter Text im unbrauchbaren Format zusätzliche Arbeit erzeugt. Behaupte dabei keine Verbindungen zu anderen Systemen, die für dein Projekt noch gar nicht eingerichtet oder geklärt sind.

Eine vollständige Vorlage für das interne Projektbriefing

Das folgende Briefing kannst du sinngemäß für deinen eigenen Fall übernehmen. Es ist eine Arbeitsvorlage mit erfundenen Bedingungen, keine Produktkonfiguration. „Erstelle für neue Mitarbeitende unseres Servicebüros einen Leitfaden zur Bearbeitung eingehender Terminänderungen. Nach der Lektüre sollen sie den Normalfall vollständig an die Disposition übergeben und erkennen, wann eine Rückfrage nötig ist. Nutze ausschließlich die beigefügte aktuelle Prozessbeschreibung, die Zuständigkeitsübersicht und die beiden freigegebenen Muster als fachliche Grundlage.“

Der Ergebnisauftrag wird konkret fortgesetzt: „Liefere eine bearbeitbare Fassung in dem von uns vereinbarten Textformat und eine daraus erzeugte PDF-Lesefassung. Beschreibe den Normalfall, einen fehlenden Kundenbezug und einen noch nicht geklärten Ersatztermin. Ergänze für jeden Fall eine kurze Beispielübergabe. Kennzeichne ungeklärte Betriebsregeln separat. Formuliere keine eigene Regel, wenn die Quellen keine eindeutige Antwort enthalten. Die Anleitung muss ohne Kenntnis dieses Auftrags verständlich sein.“

Danach folgen Arbeitsgrenzen und erster Prüfpunkt: „Arbeite nur im bereitgestellten Projektbereich. Ändere keine echten Vorgänge und sende keine Nachrichten. Zeige zuerst den ausgearbeiteten Normalfall mit Beispielübergabe. Die Disposition prüft, ob Angaben, Zuständigkeit und Reihenfolge stimmen. Nach dieser Rückmeldung vervollständigst du die beiden Abweichungen und die Lesefassung. Technische Darstellungsfehler und erkennbare Lücken korrigierst du innerhalb des vereinbarten Umfangs selbst.“

Zum Schluss legt das Briefing die Übernahme fest: „Übergib die fertigen Dateien mit Versionsdatum, den verwendeten Quellen und einer kurzen Erklärung offener Punkte. Wir testen die Anleitung mit einer Kollegin an den drei erfundenen Fällen. Fertig ist das Ergebnis, wenn die fachliche Verantwortliche den Ablauf bestätigt, alle Dateien geöffnet werden können und die Kollegin die Übergabe ohne zusätzliche Erklärung korrekt vorbereitet. Die Aufnahme in unsere interne Ablage entscheidet anschließend die benannte Verantwortliche.“

Prüfe einen Zwischenstand an einem konkreten Fall

Angenommen, der Agent liefert den Normalfall, lässt aber offen, ob das Büro einen gewünschten Ersatztermin bereits zusagen darf. Ein allgemeines Feedback wie „Bitte genauer“ hilft wenig. Die Disposition benennt stattdessen den fehlenden Unterschied: „Ein Kundenwunsch ist noch kein bestätigter Termin. Im Leitfaden muss stehen, dass der Wunsch mitgeteilt und durch die zuständige Person geprüft wird. Die Übergabenotiz darf keine Bestätigung behaupten.“ Voraussetzung ist, dass diese Regel aus eurer tatsächlichen Arbeitsweise stammt.

Der Agent überarbeitet daraufhin den Abschnitt und die Beispielnotiz. Im erfundenen Fall lautet sie nun: „Der Kunde wünscht die Verschiebung des Besuchs auf Donnerstagnachmittag. Ein Ersatztermin ist noch nicht bestätigt. Die Disposition prüft die Möglichkeit und legt den nächsten Rückmeldeschritt fest.“ Das Feedback hat damit eine konkrete Stelle, eine fachliche Begründung und ein sichtbares Soll. Bei der erneuten Prüfung lässt sich beurteilen, ob genau diese Unklarheit beseitigt wurde.

Ein zweiter Befund könnte sein, dass neue Mitarbeitende nicht wissen, wo sie die Vorgangsnummer finden. Dann muss die Anleitung an dieser Stelle den freigegebenen Fundort erläutern oder auf die entsprechende interne Hilfe verweisen. Der Agent sollte keinen Bildschirmweg erfinden. Fehlt die Information in den Quellen, ist eine gezielte Rückfrage an die Fachverantwortliche sinnvoll. Unabhängige Abschnitte können währenddessen weiterbearbeitet werden, solange sie nicht auf derselben ungeklärten Annahme beruhen.

Unterscheide Fortschritt, offene Entscheidung und fertiges Ergebnis

Während der Umsetzung brauchst du kein laufendes Protokoll jedes einzelnen Handgriffs. Ein nützlicher Zwischenstand sagt, welches Teilergebnis vorliegt, welche relevante Unsicherheit verbleibt und was als Nächstes geprüft werden kann. „Der Normalfall ist ausgearbeitet; die Zuständigkeit bei fehlendem Kundenbezug ist in den Quellen widersprüchlich“ gibt dir eine konkrete Entscheidung. „Ich arbeite weiter am Projekt“ erklärt dagegen wenig über den tatsächlichen Stand.

Achte darauf, dass ein offener Punkt nicht im Haupttext versteckt wird. Im Beispiel darf die Anleitung für den Fall einer fehlenden Vorgangszuordnung nicht einfach eine Person nennen, weil dies plausibel klingt. Die offene Frage wird getrennt vorgelegt: Welche Stelle übernimmt die Klärung, wenn der Termin keiner Anfrage sicher zugeordnet werden kann? Die fachlich zuständige Person beantwortet sie. Anschließend wird die Quelle oder Projektentscheidung so festgehalten, dass spätere Bearbeitungen dieselbe Grundlage verwenden.

Die Modulseite von webRichtung workspace beschreibt Sessions mit Live-Terminal, Steuerung per Agent-Eingabe, Arbeit in bereitstehenden Umgebungen und fertige Dateien zum Download. Nutze den Einblick, um relevante Zwischenstände zu beurteilen und konkrete Rückmeldungen zu geben. Die hier verwendete Briefingvorlage und der Prüfablauf sind eine Methode für dein Projekt. Daraus folgen keine zugesagte automatische Fachprüfung, keine bestimmte Dateiverbindung und keine Freischaltung ohne Anfrage.

Übernimm die tatsächlichen Dateien in deinen Arbeitsalltag

Die Abschlussprüfung beginnt beim Ergebnis, das dein Team verwenden soll. Öffne die bearbeitbare Datei und die Lesefassung in den vorgesehenen Anwendungen. Prüfe, ob Überschriften, Verweise und Beispielübergaben verständlich sind. Eine Erfolgsmeldung in der Session ersetzt diesen Blick nicht. Wenn die PDF-Fassung wichtige Zeilen abschneidet oder ein Verweis auf eine nur dem Agenten bekannte Ablage zeigt, ist die Lieferung noch nicht gebrauchsfertig.

Führe dann den vereinbarten Praxistest durch. Die Kollegin erhält den erfundenen Normalfall und bereitet die Übergabe mithilfe des Leitfadens vor. Anschließend bearbeitet sie den Fall ohne klaren Kundenbezug und den Fall ohne bestätigten Ersatztermin. Vergleiche ihre Ergebnisse mit den fachlich bestätigten Erwartungen. Kommt sie an derselben Stelle wie zuvor nicht weiter, muss genau diese Erklärung verbessert werden. Der Test prüft den vorgesehenen Nutzen und nicht bloß, ob alle Überschriften vorhanden sind.

Zur Übernahme gehört auch eine klare Zuständigkeit für spätere Änderungen. Lege fest, wo die endgültige Fassung liegt, wer sie pflegt und welche ältere Anleitung sie ersetzt. Sonst entsteht neben einem guten neuen Dokument eine zweite vermeintlich gültige Wahrheit. Bewahre die bearbeitbare Quelle zusammen mit dem für die Nutzung vorgesehenen Stand auf. Versionsdatum und benannte Verantwortung helfen dem Team, bei einer späteren Prozessänderung die richtige Datei zu aktualisieren.

Starte mit einem Projekt, dessen Nutzen du beurteilen kannst

Bewerte den ersten Durchlauf an den eigenen Aufwänden. Welche Vorbereitung war nötig, wie viel fachliche Prüfung fiel an und kann das Ergebnis nun tatsächlich verwendet werden? Wenn du eine Zeitersparnis berechnen möchtest, erfasse auch Rückfragen und Nacharbeit. Die Länge der erzeugten Datei oder die Zahl der Session-Schritte sagen wenig darüber aus, ob das Projekt dem Betrieb geholfen hat. Entscheidend ist, ob eine zuvor schwierige Handlung nun verlässlicher gelingt.

Wähle das nächste Vorhaben anhand dieser Erfahrung. Wenn der Leitfaden funktioniert, kann ein benachbarter klar geregelter Prozess folgen. Zeigt sich dagegen, dass eure Zuständigkeiten grundsätzlich ungeklärt sind, muss zunächst diese fachliche Entscheidung getroffen werden. Weitere Dokumente würden die Unklarheit nur vervielfachen. So bleibt die Arbeit mit Agenten mit dem betrieblichen Zweck verbunden, statt immer größere Materialsammlungen zu produzieren.

Workspace ist auf Anfrage verfügbar. Beschreibe für den Einstieg, welches Ergebnis du erstellen lassen möchtest, welche Quellen bereitstehen und wer es fachlich prüfen kann. Auf der Modulseite kannst du den Einsatz ansehen und den passenden Zugang anfragen. Ein abgegrenztes Briefing wie im Beispiel macht diese Anfrage konkret und hilft dir anschließend, die Umsetzung bis zu einem verwendbaren Ergebnis zu führen.

Frage den Zugang zu workspace an und beschreibe dein erstes klar abgegrenztes Projekt.

Häufige Fragen

Welches interne Projekt eignet sich für den ersten Versuch?

Wähle ein begrenztes Ergebnis, dessen Nutzen und Richtigkeit eine zuständige Person beurteilen kann, etwa eine Arbeitsanleitung aus freigegebenen Unterlagen. Ein ungeklärter Unternehmensprozess ist als Einstieg schwerer abzugrenzen.

Muss ich dem Agenten alle Unternehmensdaten geben?

Nein. Stelle die für das Ergebnis notwendigen, zulässigen Quellen mit erkennbarem Stand bereit. Eine kleine eindeutige Grundlage ist oft hilfreicher als ein großer Bestand mit widersprüchlichen Versionen.

Was mache ich mit einer fachlich offenen Frage?

Lass die konkrete Unsicherheit und ihre Auswirkung auf das Ergebnis benennen. Die zuständige Person entscheidet; der Agent arbeitet an davon unabhängigen Teilen weiter.

Kann ich workspace direkt nach einer Registrierung verwenden?

Workspace wird auf Anfrage freigeschaltet. Beschreibe auf der Modulseite dein Vorhaben und kläre den passenden Zugang, bevor du seine Verfügbarkeit für ein Projekt einplanst.

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