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Vom Scanner direkt ins Archiv: Scannen ohne Umwege
Dein Bürogerät kann Scans per WebDAV direkt in die Dokumentenablage senden – ohne PC dazwischen. So richtest du Scan-to-Archive in Minuten ein.
Vom Scanner direkt ins Archiv heißt: Dein Bürogerät sendet jeden Scan ohne PC-Zwischenschritt in die Dokumentenablage, wo er automatisch gelesen, klassifiziert und durchsuchbar gemacht wird. Technisch läuft das über WebDAV – einen Standard, den viele Scanner und Multifunktionsgeräte beherrschen, oft versteckt unter der Bezeichnung „SharePoint" oder „SharePoint/WebDAV". Einrichtung: URL und Zugangsdaten am Gerät eintragen, fertig.
Das Problem mit Scan-to-E-Mail und Scan-to-Ordner
Die üblichen Scanner-Workflows haben alle dieselbe Schwachstelle – einen manuellen Zwischenschritt:
- Scan-to-E-Mail: Der Anhang liegt im Postfach und wartet darauf, dass jemand ihn ablegt. Oft wartet er lange.
- Scan-to-USB: Der Stick wandert in die Schublade, die Datei bleibt unbenannt.
- Scan-to-Netzwerkordner: Die Datei heißt „SCAN_20240312_0815.pdf" und ist für die Suche wertlos, bis jemand sie umbenennt und einsortiert.
Jeder Zwischenschritt ist eine Stelle, an der Belege liegen bleiben oder verloren gehen. Die Lösung ist, den Umweg zu streichen: Der Scanner liefert direkt in das System, das die Erschließung übernimmt.
So funktioniert die Direktanbindung
In webRichtung documents findest du unter „Massenupload & Scanner" einen organisationsbezogenen Zugang mit Benutzername und Passwort. Damit verbindest du dein Gerät:
- Am Scanner die Ziel-Art „SharePoint/WebDAV" wählen (so nennen es viele Geräte von Kyocera, Brother, HP und anderen).
- URL und Zugangsdaten aus documents eintragen.
- Scannen. Ab jetzt landet jeder Scan direkt in der Verarbeitung: lesen, klassifizieren, durchsuchbar machen.
Zusätzliche Software brauchst du nicht. Denselben WebDAV-Zugang kannst du übrigens auch im Windows Explorer oder macOS Finder öffnen – Dateien hineinlegen genügt. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung steht in der Dokumentation.
Für große Mengen: SFTP, FTPS und Batch
Steht eine Alt-Digitalisierung an – etwa Ordner vergangener Jahre –, nutzt du für die Stapelverarbeitung SFTP oder FTPS. Der Vorteil neben der Automatisierbarkeit: Im Batch sinkt der Preis pro verarbeitetem Dokument von 0,09 € auf 0,06 €. Ein Jahrgang mit 1.000 Belegen kostet so 60 € – einmalig.
Was nach dem Scan passiert
Egal über welchen Weg ein Dokument ankommt: Es durchläuft dieselbe Verarbeitung. Du findest es anschließend über Inhalt, Dokumenttyp, Datum oder Betrag – nicht über den kryptischen Scan-Dateinamen. Abgeschlossene Belege wandern ins GoBD-Archiv mit Object Lock (6, 8 oder 10 Jahre) und bleiben dort durchsuchbar. Erkennt die Verarbeitung in einem Dokument eine Frist, bereitet die Plattform daraus eine Aufgabe vor – freigegeben wird sie von dir.
So wird aus dem Stapel Papierpost ein Handgriff: auflegen, scannen, erledigt. Den größeren Rahmen – vom Posteingang bis zur prüfungsfesten Ablage – beschreibt der Artikel Belege digitalisieren: der einfache Weg.
Checkliste für die Einrichtung
- WebDAV-Zugang in documents unter „Massenupload & Scanner" geöffnet
- URL und Zugangsdaten am Gerät hinterlegt (Ziel-Art „SharePoint/WebDAV")
- Testscan gemacht und im Arbeitsbereich wiedergefunden
- Scanprofil als Favorit am Gerät gespeichert, damit das Team es mit einem Tastendruck nutzt
- Kurz im Team kommuniziert: Papierpost wird ab jetzt beim Öffnen gescannt
Mehr als diese fünf Punkte braucht es nicht – die Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt und läuft danach ohne Pflegeaufwand.
Häufige Fragen
Kann mein Scanner direkt in ein Dokumentenarchiv scannen?
Viele Bürogeräte können das über WebDAV – bei Herstellern wie Kyocera, Brother oder HP oft unter der Bezeichnung SharePoint oder SharePoint/WebDAV. Du trägst nur URL und Zugangsdaten ein.
Was ist der Vorteil gegenüber Scan-to-E-Mail oder Scan-to-USB?
Der Scan landet ohne Zwischenschritt direkt in der Verarbeitung: kein Anhang, der im Postfach liegen bleibt, kein USB-Stick, kein manuelles Verschieben – und damit deutlich weniger Stellen, an denen Belege liegen bleiben.
Was passiert mit dem Scan nach der Übertragung?
Er durchläuft dieselbe Verarbeitung wie jeder Upload: Das Dokument wird gelesen, klassifiziert und durchsuchbar gemacht – danach kannst du es prüfen und archivieren.
Brauche ich zusätzliche Software auf dem PC?
Nein. WebDAV funktioniert direkt vom Gerät aus; alternativ öffnest du den Dokumentenordner per WebDAV auch im Windows Explorer oder macOS Finder.
Eignet sich das auch für große Mengen?
Ja. Für Stapelverarbeitung und Automatisierung stehen zusätzlich SFTP und FTPS bereit – im Batch sinkt der Preis pro Dokument auf 0,06 Euro.